Helmuth Schneider
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Hallo liebe Freunde, Freundinnen,
aber auch ein freundliches "Hallo" an die, die mir nicht so gewogen sind.

Hier werdet ihr keine ausführliche, chronologische Biografie von mir finden.
So wichtig bin ich nicht.
Eher Schlaglichter Lichtblicke
Ereignisse die mich aufs Gleis gesetzt haben
auf die Spur gebracht
Umwege und Sackgassen

Wichtig sind mir zuerst die Menschen,
die Spuren in meiner Biografie hinterlassen haben
und noch hinterlassen werden.
Was eine Biografie ausmacht, sind die Begegnungen mit anderen Menschen,
nicht das Scheitern als Lehrmeister (Konstantin Wecker),
nicht die Knackse (Roger Willemsen),
oder die Abfolge von Karrieresprüngen, die sind mir sowieso zuwider.


"Menschen treten in unser Leben
und begleiten uns eine Weile.
Einige bleiben für immer,
denn sie hinterlassen Spuren in unseren Herzen " (Flavia)

Diesen Text könnt ihr in meinen biografischen Streifzügen finden. (die kommen noch)

und

"Was du hast, können viele haben.
Doch was du bist, kann keiner sein."
Autor unbekannt

1. Biografisches Schlaglicht
Liebe Schulfreunde und -freundinnen
in Erinnerung an unseren Mitschüler Hans Georg Puttnies
Erläuterung:
In der Zeit von 1963 bis Sommer 1965 war ich am Goethe-Gymnasium in Frankfurt am Main.
Ich war dort am musischen Zug mit Musik und Kunst als Hauptfächer.
Unser Musiklehrer war kein geringerer als Paul Zoll. Bei ihm hatte ich auch Tonsatz Unterricht.
Ein Schulfreund von mir war damals Henner Eppel,
später Professor für Flöte an der Musikhochschule Frankfurt am Main. (siehe unten Bildmitte)
An der selben Schule war damals der Gitarrist Volker Kriegel.
An Schulbällen spielte er damals mit seinem Trio in der Kellerbar.
Wir spielten dort mit der Colortown Jazzband aus Höchst im Saal.
Weitere Schulfreunde waren u.a. Walter Dorn, Stefan Stein....
Bericht über diese Zeit folgt
hier klicken

Klasse 01m
Goethe-Gymnasium Frankfurt am Main
Abi Jahrgang 1966
zwei Klassenfahrten

 

2. Biografisches Schlaglicht
Im Jahr 1998 musste ich mich in einer psychosomatischen Klinik in Berus-Überherrn im schönen Saarland einer Kur unterziehen.
Bedingt durch beruflichen Stress, hohe Anforderungen an mich selbst litt ich unter einem Tinnitus bzw. wie sich dann herausstellte an einer Tinnitussi.
Das wichtigste dieser Kur war, zu lernen, mit den Tinnitus umzugehen.
Ich kann nur jedem sagen, der Leidensgenosse oder Leidensgenossin ist: das beste Mittel, den Tinnitus zu bewältigen,
ist der Humor.
Aus diesem Grund habe ich während der Kur folgendes Gedicht verfasst!


Das Ohrgeräusch

Plötzlich – wie aus heit´rem Himmel
Hast Du es - Dein Ohrgeräusch
Denkst Dir: hab´ ich jetzt ´nen Fimmel
Oder ob ich mich nur täusch´ Langsam wird's dir zur Gewissheit
Du hast keine andere Wahl
Pfeifend, sausend, klirrend klingt´s heut
der Ton ihm Ohr wird dir zur Qual

Fleißig lernst Du Deine Gedanken
Abzulenken von der Pein
Weist den Ton in seine Schranken
Möchtest wieder ohne sein

Das Geräusch es quält dich reichlich
Doch dann plötzlich fällt Dir ein
Sollt´ es männlich sollt´ es weiblich
Oder sollte es sächlich sein?

Die Erklärung kannst Du lesen
In Fernost-Philosophie
Rechts wär´s Yang ein Er gewesen
Links das Ying wär´s eine Sie!

Darum komm ich zu dem Schluss
Dank Chi-Gong und dank Tai-Chi
Rechts – Yang - männlich - Tinnitus
Links – Ying – Tinnitussi

HS Berus Januar 1998

Dazu hat ein Zivi (damals gab´s die noch),
der während des Nachdienstes hervorragende Karikaturen zeichnete,
für mich eine Tinnitussi gezeichnet.
Leider weiß ich nicht wie dieser (damals) junge Mann hieß.

noch´n Gedicht von mir

Für Leuze-Sauna-Gänger und – Innen
Idealgewicht 2009
oder: Anblicke in einer Sauna

Das Phänomen - es ist ernorm
der Mensch er pflegt die Kugelform
und kommt mal eine Schlanke
denkt er: „oh Gott - ´ne Kranke“
der Musiker er spielt den Marsch
vom dicken Bauch und fetten Arsch
der Dichter er erzählt die Fabel
vom Bauch als der Normalparabel
wer ihn hat, dem geht es schlecht
er sieht nicht mal mehr sein Geschlecht
und die Moral von der Geschicht
Ideal ist´s Idealgewicht - So isch´s halt.

noch´n Gedicht leider nicht von mir!
Jedoch hat mir das Gedicht beinahe einen Schulverweis eingebracht.
Ich habe es nämlich auf einer Schulfeier zu einem Schuljubiläum vorgetragen.
Wir Oberprimaner waren erzürnt darüber, dass keine Schülervertretung zu dieser Feier eingeladen wurde.
Wir haben dann darum gebeten, dass der Klassensprecher der 13. Klasse (das war ausgerechnet ich)
auf dieser Feier ein paar Worte sagen darf.
Ich habe dieses Gedicht zum Entsetzen der Schulleitung vorgetragen.

Die Rache des Kanalarbeiters

Dunkel war´s, der Mond schien fahl,
da stieg ein Mann aus dem Kanal.
Zur Liebsten lenkt er seinen Schritt
und führt ´nen Eimer Scheiße mit.
Die Liebste hatte ihn betrogen,
drum schüttet er in hohem Bogen
den Inhalt in das Bette nieder
und draußen blüht der weiße Flieder.
Dann lenkt er seine Schritte weiter -
so rächt sich ein Kanalarbeiter.

Erlangen 1966
vorgelesen auf einer Schulfeier
zum Entsetzen der Lehrer und zur Freude der Mitschüler.